Kaiserschnitt: Mein persönliches Versagen(?)

Let’s talk Geburt Kaiserschnitt: Mein persönliches Versagen(?)

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  • Dieses Thema hat 0 Antworten und 1 Teilnehmer, und wurde zuletzt aktualisiert vor 1 Monat, 1 Woche von Eva-Maria Hochhaus.
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    Eva-Maria Hochhaus
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      Hallo ihr Lieben.
      Ich war mir von vornerherein sicher und es war (mir) sowas von klar, dass ich meine Tochter natürlich und ohne große Aufregung und Hilfsmittel entbinden würde. Soweit in der Theorie :).
      Es wurde eingeleitet, Ich lag 3 Tage in den Wehen und habe gekämpft. Aber auch nach über 5 Stunden Presswehen am Ende kam die Kleine nicht raus und schließlich musste ein Kaiserschnitt angeordnet werden, gegen den ich mich natürlich bis zum bitteren Ende gesträubt habe.
      Ich habe lange gedacht ich hätte versagt, weil ich es nicht geschafft habe, mein Kind natürlich zur Welt zu bringen. Weil ich war doch natürlich sehr gut vorbereitet, meditierte viel, habe eigentlich ein super Körpergefühl und habe einige Kurse belegt, die mich auf eine supertolle spontane Geburt vorbereitet haben :).
      Sprüche wie: “Dein Körper ist dafür gemacht” oder “es gibt keine zu großen Kinder oder zu kleine Becken” haben mich im Nachhinein sehr verletzt.
      Schlussendlich hatte ich es nicht geschafft, aus eigener Kraft.
      Natürlich habe ich einen 10 seitigen Geburtsbericht, der etliche Gründe erläutert. Aber für mich blieb es irgendwie immer beim persönlichen Versagen.
      Das finde ich im Nachhinein sehr traurig und hat mich zum Nachdenken gebracht,wie es überhaupt dazu kommt, dass man sich irgendwie aussätzig fühlen muss, wenn man einen Kaiserschnitt “gebraucht hat”.
      Ich habe durch eine Aufarbeitung Frieden finden können aber möchte meine Erfahrung dennoch gerne teilen.

      Vielleicht habt ihr ja ähnliches erlebt oder möchtet einfach euren Beitrag dalassen.

      Liebe Grüße!

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